Rentenlücken-Rechner: Wie groß ist deine Lücke im Alter?
Ermittle in zwei Minuten, wie viel dir im Ruhestand monatlich fehlt – und welcher Sparbeitrag die Lücke schließt. Kostenlos, ohne Anmeldung, mit offengelegten Annahmen und ohne Renditeversprechen.
Dein Ergebnis
Monatliche Rentenlücke
Das fehlt monatlich, um dein Wunsch-Rentenniveau von 80 % zu erreichen (in heutiger Kaufkraft).
Notwendiger Sparbeitrag
Bei angenommenen 2 % realer Rendite p. a. (nach Inflation), 32 Jahre lang. Annahme, kein garantierter Ertrag.
Wie rechnet der Rechner?
- Bedarf = Nettoeinkommen × Wunsch-Rentenniveau.
- Gesetzliche Rente: Entgeltpunkte = Bruttojahresentgelt ÷ 50.500 € (Durchschnittsentgelt 2026) × Beitragsjahre, mal Rentenwert 42,52 €/Punkt (seit 1.7.2026). Brutto wird vorsichtig aus dem Netto genähert und um rund 15 % (Kranken-/Pflegeversicherung, Steuer) auf einen netto-nahen Wert gekürzt.
- Lücke = Bedarf − netto-nahe Rente − vorhandene Vorsorge.
- Kapitalbedarf = Lücke × 12 × 20 Jahre Rentenbezug (ohne reale Verzinsung in der Auszahlphase).
- Sparbeitrag = Rate bis zum Renteneintritt bei 2 % realer Rendite p. a. – eine offengelegte Annahme, kein Versprechen.
Unverbindliche Schätzung in heutiger Kaufkraft – keine individuelle Beratung, keine Renditegarantie. Deine Angaben bleiben im Browser und werden nicht übertragen.
Der Rechner benötigt JavaScript. Als grobe Orientierung gilt: Plane rund 80 % deines heutigen Nettoeinkommens als Bedarf im Ruhestand, ziehe deine voraussichtliche gesetzliche Rente (aus der Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung) und vorhandene Vorsorge ab – die Differenz ist deine monatliche Rentenlücke. Gern rechnen wir deinen Bedarf auch persönlich mit dir durch.
Was der Rentenlücken-Rechner ermittelt
Die gesetzliche Rente allein reicht für die wenigsten, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten. Zwischen dem, was du zum Leben brauchst, und dem, was tatsächlich von der Deutschen Rentenversicherung und aus anderen Alterseinkünften kommt, klafft eine Lücke – die sogenannte Rentenlücke. Fast jeder hat eine. Die entscheidende Frage ist nicht ob, sondern wie groß sie ausfällt und wie früh du beginnst, sie zu schließen. Genau das macht dieser Rechner in wenigen Minuten sichtbar: deinen monatlichen Bedarf im Ruhestand, die voraussichtliche Rente, die verbleibende Lücke und den Sparbeitrag, der sie realistisch schließt.
Alle Beträge sind in heutiger Kaufkraft gerechnet. Das ist wichtig, weil Geld über Jahrzehnte an Wert verliert: Was heute 1.000 Euro kauft, reicht in dreißig Jahren spürbar weniger weit. Statt mit großen, aber unrealistischen Nominalzahlen zu beeindrucken, rechnet der Rechner deshalb mit einer realen, also inflationsbereinigten Rendite. So bleiben die Zahlen ehrlich und mit deinem heutigen Einkommen vergleichbar.
Schritt 1: Dein Bedarf im Ruhestand
Am Anfang steht die Frage, wie viel Geld du im Alter monatlich brauchst. Als Faustregel gelten rund 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens. Der Hintergrund: Einige Kosten fallen im Ruhestand weg – Sparraten für die Altersvorsorge, Beiträge zur Arbeitskraftabsicherung, Ausgaben für Pendeln und Beruf, oft auch eine abbezahlte Immobilie. Andere Posten steigen dagegen, vor allem für Gesundheit, Pflege und Freizeit. Die 80 Prozent sind ein Startwert; wer im Alter zur Miete wohnt oder viel reisen möchte, sollte höher ansetzen, wer schuldenfrei im Eigenheim lebt, kommt eventuell mit weniger aus. Im Rechner kannst du dein Wunsch-Rentenniveau frei anpassen.
Schritt 2: Deine voraussichtliche gesetzliche Rente
Die genaueste Quelle für deine gesetzliche Rente ist die jährliche Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung. Trägst du diesen Bruttobetrag oben ein, rechnet der Rechner am präzisesten. Hast du die Zahl nicht zur Hand, schätzt der Rechner sie transparent über Entgeltpunkte:
- Dein Bruttojahresentgelt geteilt durch das Durchschnittsentgelt von 50.500 Euro ergibt die Entgeltpunkte, die du pro Jahr sammelst. Wer genau den Durchschnitt verdient, erhält einen Punkt pro Jahr.
- Multipliziert mit den Beitragsjahren ergibt das deine Gesamtpunkte.
- Jeder Punkt ist seit dem 1. Juli 2026 42,52 Euro monatliche Rente wert (aktueller Rentenwert).
Ein Standardrentner mit 45 Entgeltpunkten kommt so auf rund 1.913 Euro Bruttorente. Wichtig: Diese Schätzung ist bewusst grob. Sie unterstellt ein über das Berufsleben konstantes Einkommen und nähert dein Brutto vorsichtig aus dem Netto – deshalb ist der Wert aus deiner Renteninformation immer die bessere Grundlage.
Warum die Bruttorente noch gekürzt wird
Die gesetzliche Rente wird als Bruttobetrag ausgewiesen. Davon gehen im Alter noch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab, und die Rente wird zunehmend versteuert – der Besteuerungsanteil steigt für jeden neuen Rentnerjahrgang. Weil dein Bedarf ein Nettowert ist, rechnet der Rechner die Bruttorente mit einem offengelegten Pauschalabschlag von rund 15 Prozent auf einen netto-nahen Wert herunter. Nur so werden Bedarf und Rente auf derselben Ebene verglichen und die Lücke nicht künstlich kleingerechnet.
Schritt 3: Vorhandene Vorsorge abziehen
Wenn du bereits vorsorgst, gehört das in die Rechnung. Trage die voraussichtliche monatliche Rente aus einer betrieblichen Altersvorsorge (bAV), einer privaten Renten- oder Rürup-Versicherung ein. Der Rechner zieht diesen Betrag von deinem Bedarf ab. Wer diese Bausteine ausblendet, überschätzt seine Lücke; wer sie zu optimistisch ansetzt, unterschätzt sie. Setze deshalb realistische, eher vorsichtige Werte an – und denk daran, dass auch bAV- und Rentenzahlungen im Alter teilweise besteuert werden.
Schritt 4: Den Sparbeitrag zum Schließen
Aus der monatlichen Lücke ermittelt der Rechner, wie viel Kapital du bis zum Renteneintritt aufbauen musst und welche monatliche Sparrate dafür nötig ist. Die Rechnung liegt offen:
- Kapitalbedarf = monatliche Lücke × 12 × 20 Jahre. Die 20 Jahre entsprechen der durchschnittlichen Rentenbezugsdauer. In der Auszahlphase rechnen wir bewusst ohne reale Verzinsung – das angesparte Kapital wird gleichmäßig entnommen, der nominale Zins deckt annahmegemäß nur die Inflation.
- Sparrate = der monatliche Betrag, der dieses Kapital bis zum Renteneintritt erreicht. Dabei unterstellen wir eine reale Rendite von 2 Prozent pro Jahr nach Inflation. Das ist eine bewusst konservative Annahme und kein garantierter oder versprochener Ertrag. Zusätzlich nennt der Rechner die Rate ganz ohne reale Verzinsung, damit du die Bandbreite siehst.
Je früher du beginnst, desto kleiner ist die nötige Rate: Bei längerer Ansparzeit verteilt sich der Kapitalbedarf auf mehr Monate, und der Zinseszins hat mehr Zeit zu wirken. Genau das ist der wichtigste Hebel der Altersvorsorge – nicht die perfekte Anlage, sondern der frühe Start.
Häufige Fehler bei der Rentenlücke
- Nur die gesetzliche Rente betrachten: Betriebs- und Privatrenten gehören in die Rechnung, sonst überschätzt du deine Lücke.
- Brutto mit Netto verwechseln: Kranken-, Pflegeversicherung und Steuer schmälern die Rente spürbar – deshalb der Abschlag im Rechner.
- Die Inflation ignorieren: Ohne Kaufkraftbetrachtung wirkt die Lücke kleiner, als sie ist. Rechne real.
- Zu spät anfangen: Jedes Jahr früher senkt die nötige Sparrate deutlich. Warten ist der teuerste Fehler.
- Einmal rechnen und vergessen: Gehalt, Familie und Verträge ändern sich – prüfe deine Lücke alle paar Jahre neu.
Häufige Fragen
Was ist die Rentenlücke?
Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem, was du im Alter zum Leben brauchst, und dem, was dir tatsächlich an gesetzlicher Rente und weiteren Alterseinkünften bleibt. Als grobe Orientierung rechnen viele mit rund 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens als Bedarf im Ruhestand. Fast jeder hat eine Lücke – entscheidend ist nur, wie groß sie ausfällt und wie früh du beginnst, sie zu schließen.
Wie schätzt der Rechner meine gesetzliche Rente?
Wenn du deine Rente nicht selbst einträgst, schätzt der Rechner sie über Entgeltpunkte: Dein Bruttojahreseinkommen geteilt durch das Durchschnittsentgelt von 50.500 Euro ergibt die Entgeltpunkte pro Jahr, multipliziert mit den Beitragsjahren und dem aktuellen Rentenwert von 42,52 Euro je Punkt (Stand seit 1. Juli 2026). Das Bruttoeinkommen wird dabei vorsichtig aus dem Netto genähert. Diese Schätzung ist bewusst grob – deinen echten Anspruch findest du in der jährlichen Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung.
Warum wird die gesetzliche Rente um rund 15 Prozent gekürzt?
Die gesetzliche Rente wird als Bruttobetrag ausgewiesen. Davon gehen im Alter noch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab, und die Rente wird zunehmend versteuert. Weil dein Bedarf im Rechner ein Nettowert ist, rechnen wir die Bruttorente mit einem offengelegten Pauschalabschlag von etwa 15 Prozent auf einen netto-nahen Wert herunter. So werden Bedarf und Rente auf derselben Ebene verglichen und die Lücke nicht künstlich kleingerechnet.
Welchen Sparbeitrag brauche ich, um die Lücke zu schließen?
Der Rechner ermittelt zuerst das Kapital, das die monatliche Lücke über eine angenommene Rentenbezugsdauer von 20 Jahren deckt, und daraus die monatliche Sparrate bis zum Renteneintritt. Dabei unterstellen wir eine reale Rendite von 2 Prozent pro Jahr nach Inflation – eine bewusst konservative Annahme, kein garantierter Ertrag. Zusätzlich zeigen wir die Rate ganz ohne reale Verzinsung. Die tatsächlich nötige Sparrate hängt von der gewählten Anlageform, ihren Kosten und der realen Wertentwicklung ab.
Warum sollte ich die Inflation berücksichtigen?
Über die vielen Jahre bis zur Rente verliert Geld an Kaufkraft: Was heute 1.000 Euro wert ist, kauft in 30 Jahren deutlich weniger. Der Rechner arbeitet deshalb durchgängig in heutiger Kaufkraft und rechnet mit einer realen, also inflationsbereinigten Rendite. Wer die Inflation ausblendet, unterschätzt seine Lücke systematisch. Eine vereinbarte Dynamik in Spar- und Vorsorgeverträgen hilft, den Kaufkraftverlust auszugleichen.
Ersetzt der Rentenlücken-Rechner eine Beratung?
Nein. Der Rechner liefert eine unverbindliche, transparente Orientierung mit offengelegten Annahmen. Deine tatsächliche Versorgungslage hängt von deinem gesamten Erwerbsverlauf, bestehenden Verträgen, Steuern, Förderungen und deiner Lebenssituation ab. Verbindliche Zahlen zur gesetzlichen Rente liefert die Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung; für die Auswahl passender Vorsorgebausteine ist eine individuelle Beratung sinnvoll.
Quellen & Stand: Deutsche Rentenversicherung (aktueller Rentenwert 42,52 € je Entgeltpunkt seit 1.7.2026; Durchschnittsentgelt 50.500 € 2026; Sicherungsniveau/Haltelinie 48 %; steigender Besteuerungsanteil); Renteninformation der DRV als maßgebliche Einzelauskunft. Faustregeln und Annahmen dienen der Orientierung; Werte gerundet. Stand: Juli 2026.
Dieser Rechner und der Text dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Anlage-, Versicherungs- oder Steuerberatung. Die tatsächliche Versorgungslage hängt von deinem gesamten Erwerbsverlauf, bestehenden Verträgen, Steuern und Förderungen sowie der realen Wertentwicklung deiner Anlagen ab.
Nächste Schritte
Du kennst jetzt die ungefähre Größe deiner Lücke und den Sparbeitrag, der sie schließt. Wie du die einzelnen Schritte seriös durchrechnest, zeigt der Ratgeber Rentenlücke berechnen. Welche Bausteine dafür infrage kommen und in welcher Reihenfolge, ordnet unser Überblick zur privaten Altersvorsorge. Wenn du zusätzlich deine Arbeitskraft absichern willst, findest du im BU-Bedarfsrechner die passende Höhe deiner Berufsunfähigkeitsrente. Und möchtest du deine Situation persönlich einordnen lassen, hilft dir unsere Beratung zu Vorsorge & Rente – kostenlos und unverbindlich.
Schließ deine Rentenlücke, bevor sie dich einholt.
Wir rechnen deinen Bedarf gemeinsam durch und finden passende Vorsorgebausteine. Unabhängig, kostenlos, ohne Verkaufsdruck.